EIN HERZ FÜR WEISSE WÄSCHE

Dirk Kraft und sein Team waschen seit 30 Jahren für Privatkunden, Hotellerie, Gastronomie und Golfclubs.
Personen von l.n.r. Dirk Kraft, Hanna Kraft, Jona Kraft und Ines Kraft

In der Wäscherei und Textilreinigung Kraft in Lorch herrscht emsiges Treiben. Flinke Hände schieben Bettwäsche, Geschirrtücher und Tischwäsche durch die Heißmangel. Es dampft und zischt. Zwei dieser schrankgroßen Maschinen stehen in Lorch. „Für den Fall, dass eine kaputt geht“, meint Geschäftsführer Dirk Kraft. Drei Tonnen Mangelwäsche werden jeden Monat in Lorch bearbeitet.

In der Wäscherei wird im Schichtbetrieb gearbeitet. Rund 40 Mitarbeiter haben die Krafts an ihrer Seite. Angefangen hat alles mit dem Laden in Endersbach, den die Familie Kraft gern das „Herzstück“ nennt. Damals sei das eine Heißmangelstube gewesen, heute wird dort nur noch Wäsche angenommen. Im Jahr 2006 kam der Standort in Lorch dazu, an dem sich heute die eigene Wäscherei, Textilreinigung und Bügelstube befinden. Der Inhaber Dirk Kraft ist meist in der Hauptstelle in Lorch zu finden, während seine Ehefrau Ines die Filiale in Endersbach leitet, auch Sohn Luca ist unterdessen mit eingestiegen.

Zwei weitere Annahmestellen kamen hinzu: Donzdorf und Heubach. Das weckt die Neugierde der Menschen. Vom „Kraft-Imperium“ wird hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Doch Dirk Kraft kann solche Gedankengänge schnell widerlegen. An Größenwahn leidet der bodenständige Unternehmer keineswegs. „Es hat sich so ergeben“, fügt er hinzu und betont dabei, dass man immer auf ihn zugegangen sei bezüglich der Übernahmen. Wäschereien haben es in unserer Zeit nicht leicht. Denn die Discounter-Mentalität macht auch vor diesem Gewerbe nicht halt. In der Wäscherei Kraft bekommt man kein gebügeltes Hemd für einen Euro, denn Kraft möchte seine Mitarbeiter angemessen bezahlen und in Punkto Nachhaltigkeit entwickelt er sich ständig weiter. „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein“, sagt er und lächelt.

Einmal im Jahr muss das Unternehmen eine Lösemittelbilanz für das Landratsamt erstellen, die Bilanzen seien immer hervorragend. Kein Wunder, denn gewaschen wird mit einem Baukastensystem, damit nur das der Wäsche zugesetzt wird, was sie wirklich braucht. Das ist ein umweltfreundlicher und absolut sicherer Reinigungsprozess. Horst heißt in der Wäscherei Kraft die Maschine, die die Hemden und Blusen bügelt, immerhin rund 30000 pro Jahr. Die Mitarbeiterinnen gaben der Puppe ihren Namen, das sei persönlicher. Sie besticht durch eine enorm effiziente Wärmerückgewinnung, welche in Verbindung mit einer effektiven Schulter- und Ärmelpressung zu einer einzigartigen Hemdenqualität führt.

 

Mit der Fotovoltaikanlage auf dem Dach und der Solaranlage für das Wasser sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gerüstet. Damit Textilien sicher sauber von der Wäscherei beim Verbraucher ankommen, brauchen sie Schutz vor Schmutz. Doch aus Umweltschutzgründen werden die Textilien ab Januar nicht mehr mit einer Plastikhülle geschützt, sondern mit einem wiederverwendbaren Kleidersack, um so den Plastikkonsum zu reduzieren. Den Poly Bag gibt es in zwei unterschiedlichen Längen für einen kleinen Obolus zu kaufen. Wer das nicht will, kann selbstverständlich auch eigene Taschen oder Beutel mitbringen. Auch Papier soll ab 2020 gespart werden und so kommt auf die Wäschekörbe die hauseigene bestickte Decke. „Das schon Ressourcen“, betont Luca Kraft.

Sohn Luca

In Lorch stehen auf knapp 270 Quadratmetern große und kleine Trockner und Waschmaschinen, 17-Kilogramm-Reinigungsmaschinen, die beiden Heißmangeln und außer dem „Horst“ noch viele Bügeltische. Ob Privatkunden, Hotellerie, Gastronomie oder Golfclubs – Dirk Kraft und sein Team waschen und reinigen für ihre Kunden Handtücher, Tischwäsche, Kleidungsstücke, Decken, Teppiche und Polsterauflagen für Sommermöbel. Selbstverständlich alles „in house“ dadurch seien sie flexibler, schneller und könnten auch optimal auf die Wünsche der Kunden eingehen.

prgfm

Text: Susanne Rötter // Fotos: Volker Adler

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