ZWISCHEN KLOSTER UND WACHOLDERHEIDE

Das Härtsfeld ist eine eher karge, gering besiedelte Karsthochfläche des weißen Juras.

Das Härtsfeld ist eine eher karge, gering besiedelte Karsthochfläche des weißen Juras. Die reizvolle herbe Härtsfeldlandschaft eignet sich ideal für Wanderungen,
Rad- und Reittouren.

Natur pur, imposante Ausblicke und eine seltene Pflanzenwelt – von Orchideen bis hin zum Wahrzeichen der Schwäbischen Alb, der Silberdistel – hinterlassen unvergessliche Eindrücke. Wanderwege führen durch Wiesen und Wälder, über Wacholderheiden und durch Trockentäler. Das Härtsfeld ist zudem eine geschichtlich bedeutsame Region. Hier finden sich gut erhaltene Höhlen und Grabfunde prähistorischer Besiedlung, römische Heerstraßen und Gutshöfe. Bur- gen, Schlösser und Schlachtfelder zeugen von einer bewegten Vergangenheit. Die gesamte Schwäbische Alb und somit auch das Härtsfeld, als östlichster Zipfel, ist seit 2002 Nationaler GeoPark und seit 2004 auch Europäischer und UNESCO-GeoPark. Ebenso ist das angrenzende Ries – Europas riesiger Meteoritenrater – und auch einige Härtsfeld Dörfern – nationaler Geopark.

Das Härtsfeld ist reiches Kulturland und von den Nattheimer Korallen, die vor über 140 Millionen Jahre entstanden sind, übers Ritterleben auf Burg Katzenstein bis zu den Mönchen, die seit vielen Hundert Jahren auf dem Ulrichsberg in Neresheim leben und arbeiten, gibt es viele Geschichten. Sagen vom Härtsfeld und Wissenswertes von den Pflanzen, die dort wachsen erzählen Carmen Stumpf und Walter Richtscheid auf ihren Themenpfaden. Märchen in Einklang mit der Landschaft um Neresheim verzaubern Jung und Alt. Sie werden frei erzählt während ei- nes Spaziergangs in der schönen Natur des Härtsfelds, der dauert von 1,5 bis 3 Stunden, je nach Wunsch.

Anmeldungen unter: tourist@neresheim.de und unter der 0736–8149.

Wer lieber mit dem Fahrrad die Gegend erkunden möchte, dem bietet der Radweg “grüner pfad härtsfeld” allerhand Sehens- wertes. Er führt durch eine ursprüngliche und markante Landschaft der Schwäbischen Alb. Auf dieser Tour kann man zwei Geoparks erleben: den Geopark Schwäbische Alb und den Geopark Ries. Hier findet man Trockentäler, Wacholderheiden, weite Hochflächen, herrliche Wälder und freie Ackerflächen. Eine Tour die Körper, Geist und Seele gleichermaßen bewegt und gut tut. Die Tour kann überall gestartet werden, die Ausschilderung ist jeweils in beide Richtungen angebracht.

Unter dem Titel „grüner pfad – Erlebnis- touren“ soll gleichermaßen für Radfahrer, Wanderer, Familien und Schulklassen sowie für alle Erholungssuchenden Personen der ländliche Raum durch den Aufbau einzelner Rundwege Netze erschlossen werden. Am „grünen pfad“ finden man sowohl Bauernhöfe wie historische Sehenswürdigkeiten und eine einzigartige Landschaft. Als Grundlage dienen ausgewiesene Rad- und Wanderwege. Zusätzlich wurden entlang der Wegstrecke weitere Informations- und Hinweistafeln aufgestellt. Sie sollen dem Betrachter Aufschluss über einzelne landwirtschaftliche Betriebe, Kulturen, Gaststätten, Ortschaften und Sehenswürdigkeiten geben.

Nach dem „grünen pfad“ im Ellwanger Seenland und dem „grünen pfad“ rund um Leintal und Frickenhofener Höhe ist nun der „grüne pfad härtsfeld“ der dritte Pfad auf der Ostalb und der erste Pfad der durch zwei Landkreise verläuft, den Ostalbkreis und den Kreis Heidenheim.

Das Härtsfeldmuseum bietet Einblicke in die Geschichte und Volkskultur der ehemaligen Oberamtsstadt Neresheim und des Härtsfelds. Im Kellergewölbe, einem der ältesten in Neresheim (Mitte 16. Jahrhundert), findet man Interessantes zur Geologie und eine vollständig erhaltene Apothekeneinrichtung aus dem 19. Jahrhundert. Die Wohnkultur auf dem Land wird durch drei Räume im Erdgeschoss anschaulich präsentiert. Die gute Stube mit ihrem typischen Herrgottswinkel ist ebenso vertreten wie Küche und Schlafzimmer. Auf der Ebene taucht der Besucher in die Geschichte der Stadt ein. Ob Exponate aus Alamannengräbern, Stadtansichten, Aspekte der Volksfrömmigkeit, Trachten oder der Einzug moderner Technik – alles macht den Alltag vergangener Zeit erfahrbar. Eindrücke aus Hand- werk, ländlichem Raum und der Kinderzeit vermitteln die Zimmer im zweiten Obergeschoss. Auf dem Dachboden befinden sich zahlreiche Gegenstände aus der Landwirtschaft. Sie sind Ausdruck der bäuerlichen Lebenswelt, die das Härtsfeld prägte.

Weitere Informationen unter: www.haertsfeld.de

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