STUDIUM UND BERUF? GEHT BEIDES …

Das Angebot an berufsbegleitenden Studiengängen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Kevin Stenzenberger spricht über die Anforderungen und die Vorteile seines Studiums.

Ein 40-Stunden-Job und zeitgleich ein Master-Studium? Wie gehen Sie mit der Doppelbelastung um?

Das funktioniert durch eine gezielte Verteilung der Urlaubstage sowie Abbau von Überstunden in den Zeiträumen vor den Prüfungstagen. Diese sind jeweils gut über das Semester verteilt, so dass man sich in der Regel voll auf eine Prüfung konzentrieren kann und nicht auf mehrere Prüfungen gleichzeitig vorbereiten muss.

Gibt es in Ihrem Studiengang unterschiedliche Zeitmodelle?

Viele meiner Kommilitonen reduzieren auf eine 35- bzw. 28-Stundenwoche. Dies würde ich denjenigen, die sich für einen derartigen Studiengang interessieren auch nahelegen. Wie viele Pflichtveranstaltungen müssen Sie in der Woche an der Hochschule besuchen? In der Regel finden die Vorlesungen Freitagnachmittags und Samstag ganztägig statt. In Summe sind das dann 10,5 Stunden pro Woche. Hinzu kommen ein paar Blocktage pro Semester. In den Ferien finden keine Vorlesungen statt. Hier kann man dann auch etwas abschalten.

Bewerber mit abgeschlossenem berufsbegleitendem Studium haben oft bessere Chancen bei der Jobsuche als Absolventen mit Vollzeitstudium. Woran liegt das?

Das hat meiner Ansicht nach 2 Gründe: Zum einen können Absolventen aus berufsbegleitenden Studiengängen bereits mit Berufserfahrung punkten, zum anderen überzeugt die hohe Leistungsbereitschaft des Studenten während der Studienzeit durch die zuvor von Ihnen angesprochene Doppelbelastung die Arbeitgeber.

Welche Voraussetzungen gibt es für ein berufsbegleitendes Studium?

Interessenten für ein berufsbegleitendes Master-Studium müssen selbstverständlich einen Bachelorabschluss vorweisen. Einen Numerus Clausus gibt es nicht, es sei denn es wird die maximale Teilnehmerzahl des jeweiligen Studiengangs überschritten. Des Weiteren sollte der Bewerber eine 1-jährige Berufserfahrung nachweisen können und das nötige Kleingeld für die im Vergleich zu Vollzeitstudiengängen hohen Studiengebühren zur Verfügung haben.

Unterstützung vom Arbeitgeber – Welche Möglichkeiten gibt es?

Bei diesem Punkt ist meiner Meinung nach eine enge Abstimmung mit dem Unternehmen ganz entscheidend. Da speziell der Maschinenbau sehr umfangreich ist, sollten Master-Studenten eine Vertiefungsrichtung auswählen und diese mit dem Arbeitgeber besprechen. So kann gewährleistet werden, dass ein Mehrwert sowohl für den Studenten als auch für den Arbeitgeber entsteht, da der Student das Gelernte in seinem beruflichen Umfeld anwenden kann und gezielt im jeweiligen Fachgebiet eingesetzt wird. Gleiches gilt selbstverständlich auch für andere Studiengänge. Die Unternehmen erkennen in der Regel den Mehrwert und fördern den Studenten in Form von beispielsweise einer Beteiligung an den Studiengebühren oder Sonderurlaub für die genannten Blockveranstaltungen. Zum Teil wird im Gegenzug eine vertragliche Bindung an das jeweilige Unternehmen für ein paar Jahre im Anschluss an das Studium gefordert.

www.wba-aalen.de

www.gsocampus.de

Kategorien
Aus der RegionBerufsbörse

VERWANDT

  • IN DEN ALLERBESTEN HÄNDEN

    In den allerbesten Händen sind die Paare bei Gaby Nagel. Seit benahe 30 Jahren kümmert sie sich mit Leidenschaft, Hingabe und ihrer ganzen Erfahrung, für jede Braut das passende...
  • VON EINEM GESICHT WIRD ES NIEMALS ZWEI GLEICHE BILDER GEBEN

    „Steckbrief: Passionistin zwischen Ü24 und U50. Zugehörigkeit: Gattung Mensch“ – so lesen sich die Facebook-Einträge von Apanachii auf der bekannten Social-Media-Plattform. Sie skizzieren bereits ein Bild des Menschen, den...
  • NEUES ZUM ENTDECKEN

    Auf der Suche nach einer neuen Küche kommen viele Fragen auf. Soll das neue Prachtstück lieber ein ausgefallenes Designstück, ein moderner Allrounder mit intelligenter Technik oder ein immer aktueller...
  • LA FAMILIA

    „Sind Vegetarier unter Euch?“, fragt Andy Wegner in die Runde. Drei Arme werden vorsichtig in die Höhe gestreckt. „Selber Schuld“, gibt der Moderator zurück, die Gäste lachen, das Eis...