Krankheit als Entscheidungshelfer

Interessante Betrachtungen der Ursachen von Erkrankungen in der Psychosomatik

 

Interessante Betrachtungen der Ursachen von Erkrankungen in der Psychosomatik

Krankheit als Entscheidungshelfer

Der Abend verläuft eigentlich perfekt. Sie treffen sich mit vier ihrer besten Freunde. Das Essen ist gut, die Gesellschaft auch. Interessante Themen werden angesprochen und es wird sehr viel gelacht.

Sie kommen nach Hause, genießen noch den restlichen Abend und bereiten sich langsam für den Schlaf vor. Kaum sind sie 10 Minuten im Bett, fängt es an. Magenkrämpfe, Durchfall, Wellen von Schmerzen durchfluten ihren Magen-Bauch-Raum. Den Rest dieses wunderbaren Abends verbringen sie abwechselnd im Bett und auf der Toilette.

Der nächste Tag ist ein sehr wichtiger, an dem sie eigentlich nicht bei der Arbeit fehlen dürfen. Doch ihnen geht es nicht gut, sie melden sich krank. Sie rufen ihre Freunde an und fragen, wie es ihnen denn so geht. Ob sie auch Durchfall hätten oder Ähnliches. Schließlich vermuten sie, dass es logischerweise am Essen liegen muss. Doch ganz im Gegenteil – ihre Freunde freuen sich, dass sie sich melden. Der Abend war so wunderbar, dass sie heute voller Elan an ihre Aufgaben rangegangen sind. Und zwar alle. Also denken sie: „Super, ich hab mal wieder die A-Karte gezogen.“

Was ist hier passiert? Nun, die klassische Überlegung, dass es am Essen lag, ist logisch. Die Ursache ihrer Reaktion liegt also in der Vergangenheit. Geht ja eigentlich auch gar nicht anders, wo könnte sie denn sonst liegen?

Es kann aber auch die Zukunft sein, die ihnen auf den Magen schlägt. Und zwar gerade immer kurz vor einem wichtigen Termin oder einer Aufgabe, der sie sich nicht gewachsen fühlen. Sie bekommen es mit der Angst zu tun und ihr Körper reagiert dementsprechend.

Im unserem Fall ist es ganz einfach: es stand ein sehr wichtiges Meeting an, bei dem es um einen sehr schwierigen Kunden ging. Am Abend davor hatten sie es nicht in ihrem Kopf. Sie haben gar nicht daran gedacht. Der schöne Abend hat alles überlagert. Aber als der Abend dann vorbei war und das Gehirn wieder Raum hatte für den morgigen Tag, kam der Termin voll ins Bewusstsein, und zwar mit einer heftigen Stärke. So was passiert vor allem dann, wenn man nach so einem schönen Abend alleine ist.

Sie sind jetzt schon im Stress, obwohl es morgen auch noch reichen würde.

Wie kann das sein, das einen ein zukünftiges Thema so aus der Bahn wirft? Das kommt öfters vor, als sie vermuten. Es ist die klassische Prüfungssituation, wie man sie bei allen Prüfungen kennt. Sei es Fahrschulprüfungen oder Klassenarbeiten. Das kann man auf alles übertragen bei dem man das Gefühl hat, dass man es vermeiden möchte oder dem man sich nicht gewachsen fühlt. Der Körper reagiert mit hohem Stress, der nur von den Gedanken ausgeht. Schon die Vorstellung allein produziert Stresshormone. Das ist natürlich bei jedem Menschen anders. Jeder Mensch hat seine persönlichen Themen, die ihn ängstigen.

Sehr oft steht auch ein Termin an, privat oder geschäftlich, auf den man definitiv gar keine Lust hat, aber nicht absagen kann. Dann kommt einem sozusagen die eigene Seele zur Hilfe und produziert eine Erkrankung. Das erkennt man daran, dass man meist einen Tag nach dem Termin auf wunderhafte Weise geheilt ist.

Spontanheilungen sind in solchen Situationen immer der Fall. Denn es gibt gar keinen Grund mehr, um krank zu sein. Die Krankheit hilft einem, seine Würde zu behalten, nicht absagen zu müssen und noch mehr Stress zu erzeugen. Hier ist die Krankheit der schmerzhafteste, aber effektivste Entscheidungshelfer.

 

HP. Dimitrios Gorlas

Kategorien
Gesundheit

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